Reiterhof

Trailplatz

Baumstämme und andere Holzhindernisse überwinden; über Brücken und Wippen balancieren; Stufen und Hügel erklimmen; Wasserstellen erkunden:

​Die Hindernisse, denen Ihr mit Eurem Pferd in freier Natur nur auf langen Wanderritten begegnet, könnt Ihr auf unserem Trailplatz auf Gut Nettehammer jeden Tag in kompakter Form erleben. Der Trailplatz – oft auch Extreme Trail, Mountain Trail oder Naturtrail genannt – stellt mit seinen Hindernissen aus größtenteils natürlichen Materialien nicht nur einen spannenden Abenteuerspielplatz dar. Gleichzeitig spüren Reiter und Pferd eine hohe Bandbreite vielseitiger Trainingseffekte. Das erfordert echte Teamarbeit!

Auf unserem Trailplatz auf Gut Nettehammer, am Rande der Vulkaneifel, heißen wir Pferde aller Rassen und Altersgruppen sowie alle Reit- und Arbeitsweisen willkommen: Ob Mini Shetty oder Shire Horse, Englisch oder Western, Gang- oder Jagdreiten. Dank der abwechslungsreichen Hindernisse in unserem Extreme Trail findet jedes Gespann die passenden Trainingsmöglichkeiten.

Das Durchreiten des Trailplatzes ist kein Wettbewerb auf Zeit. Wichtig ist, dass Ihr mit Eurem Pferd eine enge, vertrauensvolle Einheit bildet, bei der es auf eine feine Kommunikation ankommt. Das Pferd erkundet die Hindernisse aus eigener Initiative und im eigenen Tempo – durch das Scharren mit dem Huf oder Schnuppern. Bei diesem Training stärkt das Pferd das Vertrauen in sich und den Menschen. Eine wichtige Lektion für die gemeinsame Beziehung und das weitere Training!

Wir empfehlen den Einstieg in unseren Trailplatz über die Bodenarbeit, bei der das Pferd am Führseil mit viel Kopffreiheit den für sich besten Weg finden kann. Hierbei ist immer wieder eine feinfühlige Anleitung durch den Menschen erforderlich, um beispielsweise Vor- oder Hinterhand zu verschieben oder das Pferd seitwärts oder rückwärts zu richten. Nehmt Euch ausreichend Zeit.

Kann das Pferd bei der Bodenarbeit die Hindernisse sicher, ruhig und in gleichmäßigem Tempo überwinden, steht dem gerittenen Training nichts mehr im Wege. Durch lose Zügel kann der Mensch dem Pferd die hierfür notwendige Kopffreiheit ermöglichen. Je nach Hindernis ist nur ein leichter Gewichts- oder Schenkeldruck erforderlich.​

Unser Trailplatz bietet Pferd und Reiter viele positive Trainingseffekte,
unter anderem diese:

Das Pferd

  • baut gezielt Tiefenmuskulatur auf und dehnt diese
  • trainiert Gleichgewichtssinn, Präzision, Trittsicherheit und Rittigkeit
  • steigert die Konzentrationsfähigkeit und schult das eigene Mitdenken
  • lernt Gelassenheit und Ruhe in schwierigen Situationen
  • stärkt Selbstvertrauen und Gehorsam
  • schult die Sicherheit auch in unwegsamem Gelände

Mensch und Tier

  • festigen oder erlernen eine gute Kommunikation
  • bilden gegenseitiges Vertrauen und Feingefühl
  • verbessern die Zusammenarbeit
  • stärken ihre Partnerschaft für alle Situationen, auch außerhalb des Trailplatzes
  • erleben einen spielerischen Umgang mit verschiedenen Herausforderungen
  • genießen einen abwechslungsreichen Ausgleich zum täglichen Training
​Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene finden viel Freude und spannende Abwechslung auf unserem Trailplatz. Für optimale Trainingserfolge und Sicherheit auf dem Platz sollte das Pferd jedoch problemlos am Halfter geführt, angehalten und rückwärts gerichtet werden können. Wir empfehlen daher ein Mindestalter von 2 Jahren für die Bodenarbeit in unserem Extreme Trail.

Für unsere Einsteller ist die Nutzung des Trailplatzes kostenlos, für auswärtige Reiter berechnen wir 10 € pro Stunde (nach vorheriger Terminabsprache). Wir empfehlen die Einführung durch einen Trainer und stellen darüber hinaus eine Anleitung mit detaillierten Trainingsempfehlungen zu allen Hindernissen bereit (erhältlich bei der Gutsverwaltung).

Die Unterzeichnung unserer Nutzungsordnung ist für alle Nutzer des Trailplatzes Voraussetzung.​

Balancierbalken

Konzentration-Timing-Kommunikation

Auf dem Balancierbalken werden Pferd und Reiter sowohl körperlich in der Balance als auch geistig in der Konzentration und im Timing gefordert. Das schult eine feine Kommunikation und Zusammenarbeit. Kleine Variationen erhöhen den Schwierigkeitsgrad dieses Holzstegs, der als ideale Vorbereitung für die Wippe und die Hängebrücke dient.

Wasserstelle

Gelassenheit-Vertrauen-Kontrolle

Die Wasserstelle bietet vielfältige Trainingsmöglichkeiten - vom Gelassenheitstraining beim Durchqueren des Bachs hin zu Distanzarbeit im kühlen Nass. Die Arbeit am langen Führseil kann hier ebenso optimal trainiert werden, wie das gegenseitige Vertrauen - natürlich auch vom Steg aus. Im Sommer ist der Bach aber auch einfach ein schönes Plätzchen für eine erfrischende Pause.

Steg

Konzentration-Teamwork-Gleichgewicht

Der schmale Holzsteg über der Wasserstelle schult Pferd und Reiter sowohl körperlich im Gleichgewicht als auch geistig in der Konzentration und in der Zusammenarbeit. Der Steg ist in seiner Aufgabenstellung dem Balancierbalken ähnlich, allerdings wird durch die größere Höhe eine gute Schulterkontrolle besonders wichtig, um ein Drängeln oder Springen des Pferdes zu verhindern.

Wippe

Tiefenmuskulatur-Desensibilisierung-Balance

An die Wippe gehen Pferde sehr unterschiedlich heran. Wichtig ist, dass der Mensch das Tier mit ausreichend Ruhe und viel Zeit über das Hindernis führt. Die Wippe fordert Mut und Vertrauen, stärkt die Tiefenmuskulatur und desensibilisiert das Pferd auf Geräusche sowie schwankende Untergründe. Dadurch wird das Pferd beispielsweise auf das Verladen im Pferdehänger vorbereitet.

Stämme-L

Distanzarbeit-Geschicklichkeit-Durchlässigkeit

Mit der engen 90°-Wendung fordert das Stämme-L Pferd und Mensch heraus. Damit das Pferd die Rückwärtsdrehung koordinieren kann, muss der Mensch von einer Außenposition sowohl die Schulter als auch die Hinterhand sanft dirigieren. Das ist eine ideale Übung für die Distanzarbeit als auch die Geschicklichkeit des Pferdes. In der Bodenarbeit ist dieses Hindernis schwieriger als geritten.

Mikado

Konzentration-Trittsicherheit-Tragkraft

Viele Wege führen zum Ziel, aber: Jeder Schritt will gut überlegt sein. Im Mikado muss sich das Pferd stark konzentrieren, um die Hufe gezielt zwischen die Stämme zu setzen. Sucht sich das Pferd bei gesenktem Kopf in Ruhe selbst seinen Weg, ist das erste Ziel im Mikado erreicht. Das fördert die Trittsicherheit und Tragkraft für einen gesunden Bewegungsablauf.

Hängebrücke

Tiefenmuskulatur-Balance-Gelassenheit

Ruhig über wackelige Untergründe gehen: Das ist nicht der einzige Trainingseffekt der Hängebrücke. Pferd und Reiter sollten sich das Hindernis zunächst quer erarbeiten und schrittweise weitere Übungen einbauen. Bitte nutzt die Hängebrücke nicht als Einsteigertraining. Die Pferde sollten erfahren und geübt auf wackeligen Untergründen sein. Die Beherrschung von Balancierbalken und Wippe sind eine wichtige Voraussetzung für dieses Hindernis.

Baumstämme

Tragkraft-Koordination-Trittsicherheit

Beim langsamen Überschreiten der Baumstämme lernt das Pferd Vertrauen in die eigene Trittsicherheit und verbessert die Koordination der Beine. Insbesondere für junge Pferde sind das Ausbalancieren und Trainieren der Tragkraft über den Baumstämmen eine hilfreiche Übung. Die Baumstämme sind ein ideales Aufwärmtraining.

Flattertor

Gelassenheit-Vertrauen-Zusammenarbeit

Natürliche Materialien bilden einen Vorhang, der fester Bestandteil im Gelassenheitstraining ist. Ziel ist, dass das Pferd ohne Stress, am Führseil oder geritten, den Vorhang durchquert. Hier kann der Mensch dem Pferd mit einer entspannten Körpersprache, Gelassenheit und Zeit helfen, den Vorhang ruhig zu durchschreiten und dies nicht als Stress, sondern als eine spannende Aufgabe zu empfinden.

Baumstümpfe

Kommunikation-Wendigkeit-Geschmeidigkeit

Fünf in gleichen Abständen platzierte Baumstümpfe dienen dem Slalomtraining – am Führseil oder geritten - sowie dem Longieren in verschiedenen Zirkelgrößen. Mit präzisen Hilfen dirigiert der Mensch das Pferd auf Distanz, wofür eine klare Kommunikation erforderlich ist. Positive Trainingseffekte an den Baumstümpfen sind Biegung, Wendigkeit, Balance sowie die Koordination.

Tor

Durchlässigkeit-Rittigkeit-Gehorsam

Ein Klassiker auf dem Trailplatz: Vom Pferd aus öffnet der Reiter das Tor, durchreitet es und schließt es hinter sich. Sowohl Mensch als auch Pferd müssen sich konzentrieren und präzise arbeiten. Mit feinen Hilfestellungen kontrolliert der Reiter vor allem die Hinterhand. Während er etwa die einhändige Zügelführung verbessert, trainiert das Pferd seine Konzentrationsfähigkeit, Rittigkeit und den Gehorsam.

Hügel

Kraftaufbau-Kontrolle-feine Hilfen

Das Training auf dem Hügel gymnastiziert die Muskulatur des Pferdes und fördert beim kontrollierten Auf- und Abklettern den Kraftaufbau. Auch das gehorsame Anhalten kann am Hügel trainiert werden. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, könnt Ihr das Tempo variieren oder Wendungen am Hügel üben. Achtet auf ausreichend Pausen zur Erholung und Belohnung des Pferdes.